K. Jacinth Mispa
Leitende Polymere (CPs) bilden eine Klasse organischer Materialien, deren elektronische Eigenschaften die Lücke zwischen herkömmlichen isolierenden Polymeren und anorganischen Leitern wie Metallen oder Metalloxiden schließen. Ihre Entdeckung stellte die lange gehegte Annahme in Frage, dass konjugierte organische Verbindungen vorliegenMaterialien waren von Natur aus isolierend und eröffneten ein neues Feld, das Polymerchemie, Physik der kondensierten Materie, Elektrochemie und Materialwissenschaften verband.Auf molekularer Ebene besitzen leitfähige Polymere ein π-konjugiertes Rückgrat - typischerweise bestehend aus abwechselnden Einfach- und Doppelbindungen -, das die Delokalisierung von Elektronen unterstützt. Diese Konjugation ermöglicht den Ladungstransport entweder bei chemischer Dotierung (Oxidation oder Reduktion) oder elektrochemischer Dotierung. Die resultierenden mobilen Ladungsträger - Polaronen,Bipolaronen, Solitonen oder delokalisierte Zustände - verleihen leitenden Polymeren einzigartige elektrische, elektrochemische und optische Eigenschaften.