Jessica Aguiar Ribeiro
Diese Studie konzentriert sich auf die afrikanischen Religionen in der Stadt Codó, die im Landesinneren des Bundesstaates Maranhão im Nordosten Brasiliens liegt. Die Untersuchung geht von der Fragestellung aus, wie sich das Bild von Codó als „Land der Macumba' entwickelt hat und inwieweit diese Bezeichnung - die von den Medien weit verbreitet wird - zur Reproduktion historischer Stigmata gegenüber den Terreiro-Völkern beiträgt. Die Analyse basiert auf dem Werdegang wichtiger lokaler religiöser Führer wie Maria Piauí und Wilson Nonato de Sousa, besser bekannt als Bita do Barão. Die Arbeit greift auch akademische Arbeiten zu diesem Thema auf und bewertet, inwieweit diese die stigmatisierte Sichtweise verstärken oder in Frage stellen. Zu diesem Zweck wurden bibliografische, hemerografische, mündliche und audiovisuelle Quellen analysiert, die es ermöglichten, die verschiedenen Ebenen des Problems sichtbar zu machen. Das zentrale Ziel ist es, die Stigmatisierungen und Verallgemeinerungen aufzudecken, die mit dem Begriff „Land der Macumba' verbunden sind, und dabei auch über die polizeiliche Verfolgung magisch-religiöser Praktiken nachzudenken.