Nasir M. Ali
Somalia ist nach wie vor Opfer zahlreicher Akteure, die das tragische, gewalttätige Ergebnis einer seit 1991 schrittweise verschlechternden politischen Dynamik sind. Aus den Trümmern und Ruinen des Staatszerfalls strebten selbsternannte Warlords, die mit Waffengewalt um die Herrschaft über das Land kämpften, Wirtschaftsgruppen und später auch Islamisten nach Macht, was die politische Instabilität und die wirtschaftlichen Defizite verschärfte und sich somit sowohl auf den Staat als auch auf das Leben der somalischen Bürger auswirkte. Ausnahmslos alle Nachbarstaaten Somalias, arabische und westliche Staaten, haben sich aus politischen und wirtschaftlichen Gründen in den Konflikt in Somalia eingemischt. Dieses Buch verwirft daher die Annahme, dass externe Akteure aus der Region und darüber hinaus Frieden und Stabilität nach Somalia bringen werden. Das Problem sollte daher als ein somalisches Problem betrachtet werden, das wirtschaftliche, soziale und politische Auswirkungen auf die Somalier insgesamt hat. Diesem Vorschlag zufolge erfordert jede Lösung des Somalia-Konflikts einheimische Anstrengungen, da er den inneren Frieden und die Sicherheit der somalischen Bürger sowie ihr Schicksal betrifft. Ohne eine einheitliche Beteiligung der Basis ist es schwierig, einen nachhaltigen Frieden und Stabilität in Somalia vorherzusehen.